Ein ganz köstlicher Blick in die (nahe?) Zukunft der Liebe.

ICH BIN DEIN MENSCH

ab 1.7.
„Deine Augen sind wie zwei Bergseen, in denen ich versinken möchte“ – Der hübsche Tom (Dan Steven, „The Guest“, „Die Schöne und das Biest“) kann die smarte und selbstbewusste Wissenschaftlerin Alma (Maren Eggert, „Giraffe“, „Tatort Kiel“) mit diesem kitschigen Klischee nicht überzeugen, und doch soll sich Alma in den nächsten drei Wochen unsterblich in Tom verlieben.
Tom ist eine humanoide künstliche Intelligenz, deren Algorithmus mit Almas Gedanken, Wünschen und Sehnsüchten gefüttert wurde und dessen einzige Aufgabe es ist, ihr das Gefühl von Erfüllung und Ganzheit zu geben, nach dem sich die Menschen beim Eingehen einer Liebesbeziehung sehnen. Für Alma, die ein Gutachten über die Liebes-Roboter schreiben soll, ist es geradezu absurd, einen quasi Toaster als gleichwertiges Gegenüber zu betrachten. Für sie sind Menschen frei, überraschend, unberechenbar. Doch nach und nach schleicht sich Tom in Almas Herz, wenn er mit ihr ihren dementen Vater besucht, ihre Kindheitserinnerungen wiederbelebt und vor allem eins tut: sie liebt, mit all ihren Träumen, der Schrulligkeit, ihrem ganzen Leben. Und mit der Zeit lernt Tom sogar, der smarten Alma auch mal Kontra zu geben…
Maria Schrader („Vor der Morgenröte“) schafft mit „Ich bin dein Mensch“ eine unbeschwerte und doch tief berührende Sci-Fi-Screwball-RomCom. Die Frage was, in Anbetracht des Selbstverständnisses des Menschen als ein aufgeklärtes Vernunftwesen, der richtige Umgang mit der tiefen Sehnsucht nach liebevoller Geborgenheit ist, wird hier ganz pragmatisch beantwortet. Kaum etwas hat uns in jüngerer Vergangenheit so sehr mit dem Menschsein versöhnt wie die Feststellung eines hochfunktionalen Roboters, dass die Eigenschaft, bei einem Flugzeugabsturz plötzlich den Glauben an Gott zu finden, nur menschlich sei. ( jh)
Regie

Maria Schrader

Darsteller

Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller

Produktion

Deutschland

Verleih

Majestic Filmverleih