Durch die Hölle
Wenn Stalking das Leben zerstört.

Durch die Hölle

Im Film kommen drei von Stalking Betroffene zu Wort – zwei Frauen und ein Mann. Der Begriff Stalking beschreibt das andauernde und wiederholte Nachstellen und Verfolgen einer Person durch eine andere. Doch was bedeuten solche permanenten Grenzverletzungen für die Opfer?

Elke hat ihren Stalker bei einem Konzertbesuch kennengelernt. Aus der Zufallsbegegnung entwickelt sich schnell eine Liebesbeziehung. Doch schon bald bemerkt Elke, dass ihr neuer Freund eine große Anhänglichkeit entwickelt und schnell einnehmend und fordernd wird. Es folgt ein steter Wechsel aus Kontrolle und Manipulation. Als Elke die Beziehung beendet, beginnt ein langer Leidensweg.
Kai-Uwe wird von seiner ehemaligen Frau gestalkt. Nach einer langjährigen glücklichen Ehe entwickelt die spätere Täterin eine Persönlichkeitsstörung, ein Zusammenleben wird unmöglich. Nach der Scheidung beginnt das Stalking. Ständig versucht sie, Kontakt zu Kai-Uwe und der gemeinsamen Tochter aufzunehmen. Kai-Uwe wehrt sich, dokumentiert alles, lässt sich beraten, sucht Hilfe. Erst allmählich findet er Wege, mit der Situation besser umzugehen.
Vor wenigen Monaten hat Katrin ihren Peiniger im Internet kennengelernt. Völlig distanzlos zieht er sofort bei ihr ein und beginnt mit Zukunftsplänen. Als sie ihn rauswirft, beginnt eine permanente Belagerung und Verfolgung. Es gelingt Katrin, einige Taten zu dokumentieren. Durch den Umzug in eine sicherere Wohnung versucht sie die Situation zu entschärfen.

Stalking ist ein Verbrechen, das seine Opfer zerstören kann. Polizei und Justiz reagieren trotz verbesserter Gesetzeslage immer noch hilflos. Dennoch haben die Protagonist*innen dieses Films den Mut, offen über ihre Erfahrungen und ihren Überlebenskampf zu berichten.

Datum

27.10.2020

Uhrzeit

19:00 Uhr

Verein

Medienprojekt Wuppertal